Gemeinde Untermnkheim

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Das "Senftschlössle" in Untermünkheim

Urkundlich sind Untermünkheim (1216 Municheim), Enslingen (1095 Nensilingen) und Übrigshausen (1361 Hueferichshusen) erstmals genannt.

Die anderen Wohnplätze, bäuerlich geprägte Weiler im Kochertal wie Haagen (1230) und Obermünkheim (1383), sowie solche auf der Ebene wie Suhlburg (1430), Wittighausen (1405), Gaisdorf (1078 als Gissendorf), Schönenberg (1344), Kupfer (1245) und Brachbach (1429), haben ähnlich frühe Erstnennungen. Allen gemeinsam ist die ehemalige eigene Markung und eine individuelle Dorfverfassung beziehungsweise -ordnung.

Enslingen - Am Kelterbrunnen 1927
Enslingen - Am Kelterbrunnen 1927

Der Lindenhof (1275) gehörte zum Rittergut der Geyersburg, besaß eine eigene Markung und war seit Mitte des 16. Jahrhundert im Besitz Haller Patrizier, ehe er 1843 versteigert, aufgeteilt und 1918 an den Hohenloher Pferdezuchtverein für Kaltblut verkauft wurde.

Der Eichelhof ist ein stattlicher Bauernhof, dessen Eigentümer jahrhundertelang einen Sandsteinbruch betrieben, aus dem sie den harten, wegen seiner roten Farbe "Blutsandstein" genannten Baustein brachen.

Das Steigenhaus entstand als Wirtshaus und Umspannstation für Fuhrwerke oberhalb der Steige ins Kochertal.

Bereits im Mittelalter wanderte der Ortsadel von Enslingen und Untermünkheim nach Hall ab und zählte dort wie die Senft von Suhlburg und die Veldner zu den führenden Patriziergeschlechtern. Letztere ließen im späten 14. Jahrhundert die Geyersburg (heute Ruine nahe des Lindenhofes) erbauen; die Senft errichteten eine solche in Suhlburg und nannten sich fortan "Senft zu Suhlburg".

Mit Ulrich von Münkheim starb dieses Geschlecht 1507 aus. Von ihrem "Wasserschlössle" in der Kocheraue im Gewann "Hohlert" kündet nur noch ein kaum ein Meter hoher Erdhügel.

Das Gemeindewappen, ein Boot (Schiff) auf gelb-blauem Grund ist auf sie zurück zu führen. Melchior Senft aus Hall erbaute sich nach der zweiten "Haller Zwietracht" 1515 einen Adelssitz in Untermünkheim, das sogenannte "Senftschlössle".

Der schon 1361 erwähnte, spätmittelalterliche Steinbau mit einem Fachwerkaufbau ist ein Kulturdenkmal, seit 2006 vorbildlich renoviert, mit dem Denkmalpreis des Landes ausgezeichnet und zur Radlerherberge umgenutzt.

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